Darum geht es:
Bei einem der beliebtesten und meistfrequentierten Naherholungsgebiete Gießens, dem Schwanenteich, wurde vor einigen Jahren festgestellt, dass durch einige undichte Stellen am Uferweg Wasser vom Teich in die tiefer gelegene Wieseck dringen kann und der Weg so beschädigt wird.
Die grün-rot-rote Stadtregierung wollte - Stand 2022 - vor Sanierung des Uferwegs alle Bäume und Sträucher zu beiden Seiten des Wegs roden lassen, um anschließend den Damm von Grund auf neu aufzubauen. Es sollte danach dort auch kein Ersatz gepflanzt werden. Erst nach massiven Protesten wurde diese Planung so verändert, dass ein kleiner Teil der Bäume erhalten bleiben würde.
Die Bürgerinitiative „Rettet die Bäume am Schwanenteich“ (BI) konnte die Rodung durch ein erfolgreiches Bürgerbegehren bisher verhindern. Da das "Moratorium" aber Ende 2025 abgelaufen ist, befürchtet die BI und auch wir, dass je nach Wahlausgang doch wieder die vollständige Rodung umgesetzt werden könnte. Das würde bedeuten, dass der beliebte und beschattete Spazierweg aus der Innenstadt bis in die Wieseckaue weiterhin auf Jahre nicht zur Verfügung stünde. Zudem wäre der Schwanenteich für lange Zeit trockengelegt und der Uferweg würde endgültig seinen naturnahen und schattenspendenden Charakter verlieren. Darüber hinaus würde das wichtigste Brutgebiet für Wasservögel in der Stadt zerstört. Hier finden sich derzeit die regional größten Brutvorkommen des Graureihers (Ardea cinerea) und es Teichhuhns (Gallinula chloropus). Die Graureiherbrutkolonie zählt zu den drei Größten in Hessen.
Das wollen wir gemeinsam mit der BI verhindern, da es schonendere Maßnahmen zum Erhalt des Uferwegs gibt.
Unsere Position
Unsere Fraktion hat das Vorhaben der Stadt von Anfang an kritisch durch verschiedene Anfragen und Anträge in der Stadtverordnetenversammlung begleitet. Nach drei Jahren durch den Magistrat verursachten Stillstand, braucht es nun eine dauerhafte Lösung für das Problem, damit der Uferweg endlich wieder für alle Bürgerinnen und Bürgern geöffnet werden kann. Wir unterstützen den vom Gießener Ingenieurbüro SL-Geotechnik eingebrachten Vorschlag, den Uferweg durch punktuelle Eingriffe zu sanieren indem an einigen Stellen Spundwände in den Uferweg eingebracht werden, wodurch die Vegetation weitgehend geschont und viel Geld eingespart würde.

